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Website-Relaunch Checkliste: Nichts vergessen

Praktische Checkliste für einen sicheren Website‑Relaunch: Analyse, SEO‑Migration, Weiterleitungen, Tests und Monitoring.
Inhaltsverzeichnis

Ein Website-Relaunch ist mehr als nur ein Design-Update – er ist entscheidend, um Ihre Online-Präsenz technisch und inhaltlich auf den neuesten Stand zu bringen. Ohne klare Planung können jedoch bis zu 92 % Ihrer Google-Rankings verloren gehen, und technische Fehler können langfristig teuer werden. Diese Checkliste hilft Ihnen, alle wichtigen Schritte zu berücksichtigen:

  • Analyse der bestehenden Website: Identifizieren Sie technische Schwächen und sichern Sie wertvolle Inhalte.
  • Ziele setzen: Definieren Sie KPIs wie Ladezeiten, Conversion-Raten oder lokale Sichtbarkeit.
  • Seitenstruktur und Inhalte planen: Optimieren Sie die Navigation und passen Sie Inhalte an regionale Keywords an.
  • Technische Umsetzung: Richten Sie Weiterleitungen ein, optimieren Sie für mobile Nutzer und stellen Sie Barrierefreiheit sicher.
  • Launch und Überwachung: Testen Sie die neue Website gründlich und überwachen Sie die Performance nach dem Go-Live.

Ab Juli 2024 bewertet Google nur noch die mobile Version Ihrer Website, und ab Juni 2025 gelten strenge Barrierefreiheitsvorgaben. Die Kosten für einen Relaunch starten bei etwa 5.000 €, können jedoch bei fehlender Planung Schäden von bis zu 30.000 € verursachen.

Ein gut geplanter Relaunch sichert nicht nur Ihre Rankings, sondern verbessert auch die Nutzererfahrung und erfüllt rechtliche Anforderungen.

Website-Relaunch Checkliste: 5 Phasen für erfolgreichen Relaunch

Website-Relaunch Checkliste: 5 Phasen für erfolgreichen Relaunch

SEO & Relaunch: Diese Punkte solltest du beim Website-Relaunch unbedingt beachten

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Analysieren Sie Ihre aktuelle Website

Vor einem Relaunch ist es entscheidend, sich einen genauen Überblick über Ihre bestehende Website zu verschaffen. Nur so können Sie verhindern, dass wertvoller Content verloren geht oder technische Probleme übernommen werden.

„Wer seinen Content nicht inventarisiert, verliert ihn im Relaunch" – CuraWeb

Die Ergebnisse dieser Analyse bilden das Fundament für alle weiteren Optimierungsschritte und tragen maßgeblich zum Erfolg Ihres Relaunches bei. Hier erfahren Sie, wie ein technisches Audit Ihnen hilft, Schwachstellen gezielt zu erkennen.

Führen Sie ein vollständiges Website-Audit durch

Ein technisches Audit ist unverzichtbar, um versteckte Probleme aufzudecken, die die Leistung Ihrer Website beeinträchtigen könnten. Mit Tools wie dem Screaming Frog SEO Spider können Sie Ihre gesamte Website crawlen und dabei Fehler wie 404-Fehler, doppelte H1-Tags, fehlende Meta-Beschreibungen oder Seiten, die zu tief in der Seitenstruktur liegen, identifizieren . Für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland reicht oft die kostenlose Version (bis zu 500 URLs) aus. Für größere Projekte kostet die Lizenz etwa 209 € pro Jahr.

Durch die Integration von Screaming Frog mit Google Analytics und der Google Search Console lassen sich technische Daten mit Nutzerverhalten kombinieren. Bei sehr umfangreichen Websites empfiehlt es sich, den „Database Storage Mode" zu aktivieren, um Speicherprobleme zu vermeiden.

Erfassen Sie aktuelle Performance-Daten

Nutzen Sie Google Analytics 4, um Daten wie Besucherzahlen, Traffic-Quellen, Absprungraten und Verweildauer zu dokumentieren. Die Google Search Console liefert Ihnen darüber hinaus Informationen zu Keyword-Rankings, indexierten Seiten und Crawl-Fehlern .

Für den deutschen Markt sind Tools wie Sistrix besonders hilfreich, da sie detaillierte Sichtbarkeitsdaten für den DACH-Raum bereitstellen.

Erstellen Sie eine Liste aller URLs und ergänzen Sie diese mit Traffic- und Backlink-Daten. So erkennen Sie, welche Seiten besonders geschützt werden müssen – etwa durch 301-Weiterleitungen auf neue, passende URLs. Messen Sie außerdem die Core Web Vitals (LCP, CLS, INP), die für Ihre Rankings von großer Bedeutung sind . Diese Daten geben Ihnen konkrete Ansatzpunkte für Optimierungen.

Finden Sie Verbesserungspotenziale

Identifizieren Sie Seiten mit hohen Absprungraten oder langen Ladezeiten. Besonders wichtig für deutsche Websites: Über 50 % aller Suchanfragen in Deutschland erfolgen mobil. Prüfen Sie daher die mobile Nutzerfreundlichkeit. Sind Touch-Elemente zu nah beieinander oder Texte schwer zu lesen?

Für regional aktive Unternehmen ist ein regionaler Keyword-Audit unverzichtbar. Ranken Ihre Seiten für standortspezifische Begriffe wie „Pension Leipzig"? Wenn nicht, sollten Sie Ihre Inhalte anpassen, z. B. von „Sightseeing" zu „Ausflugstipps für Gäste in Leipzig". Solche Anpassungen stärken Ihre Sichtbarkeit im lokalen Wettbewerb deutlich.

Stellen Sie außerdem sicher, dass Ihre Cookie-Consent-Lösung DSGVO-konform ist und die hreflang-Tags für DACH-Länder korrekt implementiert sind .

Setzen Sie klare Ziele und kennen Sie Ihre Zielgruppe

Nach der gründlichen Analyse Ihrer Website ist es an der Zeit, klare Ziele und Kriterien für Ihre Zielgruppe festzulegen.

Ein Relaunch ohne präzise Zielsetzungen ist wie eine Reise ohne Karte. Bevor Sie mit der Umsetzung beginnen, sollten Sie genau wissen, was Sie erreichen möchten und wen Sie ansprechen wollen. Typische Ziele umfassen eine Steigerung der Leads um 20 %, eine Verkürzung der Ladezeit um 50 % und eine Erhöhung der Verweildauer um 25 %. Für Unternehmen mit lokalem Fokus ist es außerdem wichtig, die Sichtbarkeit für standortspezifische Suchbegriffe zu verbessern und direkte Anfragen aus der Region zu erhöhen. Diese Zielsetzungen bilden die Grundlage für die Optimierung der Website-Struktur und des Contents.

Definieren Sie spezifische Erfolgskennzahlen

Bevor Sie starten, sollten Sie messbare KPIs (Key Performance Indicators) festlegen. Erfassen Sie aktuelle Werte wie Absprungrate, Conversion-Rate und durchschnittliche Verweildauer, um später den Erfolg des Relaunches bewerten zu können. Für B2B-Unternehmen sind beispielsweise qualifizierte Leads nach Segment, die Verkürzung des Angebotszyklus oder eine Zunahme direkter Buchungen wichtige Kennzahlen. Technische Ziele, wie die Einhaltung der Core Web Vitals (LCP, INP, CLS) im 95. Perzentil, sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

Recherchieren Sie Wettbewerber und Nutzerverhalten

Mit diesen Kennzahlen im Blick analysieren Sie das Verhalten Ihrer Nutzer und Ihre Wettbewerber.

Erstellen Sie detaillierte Nutzer-Personas basierend auf Ihren bestehenden Kundendaten. Konzentrieren Sie sich dabei auf jene Zielgruppen, die maßgeblich zum Erreichen Ihrer Ziele beitragen. Um die Bedürfnisse und Probleme Ihrer Nutzer besser zu verstehen, können Sie Umfragen, Interviews und Feedback-Formulare einsetzen. Mithilfe von Heatmaps und Analytics können Sie außerdem Schwachstellen wie Absprungraten oder Navigationsprobleme identifizieren. Studien zeigen, dass mobile Nutzer bereits nach drei Sekunden Ladezeit abspringen können.

Holen Sie die Zustimmung aller Stakeholder ein

Zu Beginn des Prozesses sollten Sie Stakeholder-Interviews durchführen, um Erwartungen, Aufgaben und Erfolgskriterien zu klären. Nutzen Sie Projektmanagement-Tools wie Jira, Trello oder Asana, um alle Schritte, Aufgaben und Verantwortlichkeiten klar zu dokumentieren. Wireframes und Mockups helfen, frühzeitig eine gemeinsame Vorstellung von Struktur und Layout zu entwickeln. Weisen Sie klare Verantwortlichkeiten zu, um „Scope Creep“ und Budgetüberschreitungen zu vermeiden. Vereinbaren Sie außerdem einen Content-Freeze etwa sieben Tage vor dem Go-Live, damit Weiterleitungen und Funktionen in einer stabilen Umgebung getestet werden können.

Planen Sie Ihre Seitenstruktur und Inhalte

Nachdem Sie Ihre Analyse abgeschlossen und klare Ziele definiert haben, geht es darum, die Struktur und Inhalte Ihrer Website sorgfältig zu planen. Die Informationsarchitektur (IA) spielt dabei eine zentrale Rolle, denn sie bestimmt, wie Seiten organisiert, die Navigation gestaltet und Nutzer durch Ihre Website geführt werden. Beginnen Sie mit einer vollständigen Liste aller bestehenden URLs und planen Sie die Migration jeder Seite, die aktuell Traffic generiert. Eine gut durchdachte Struktur erleichtert es sowohl Nutzern als auch Suchmaschinen, Ihre Inhalte zu finden, und bildet die Basis für alle weiteren Schritte.

Erstellen Sie eine klare Sitemap

Eine logische Sitemap ist das Fundament einer benutzerfreundlichen Website. Bevor das Design beginnt, sollten Sie festlegen, wie die Seiten organisiert und die Nutzerführung gestaltet werden. Eine durchdachte interne Verlinkung ist ebenfalls entscheidend, um sowohl Besucher als auch Suchmaschinen zu den wichtigsten Inhalten zu führen.

Erstellen Sie außerdem eine vollständige URL-Zuordnung, die jeder alten URL eine neue zuweist. Das sichert Ihre SEO-Rankings und verhindert 404-Fehler. 301-Weiterleitungen können 90 % bis 95 % der ursprünglichen Link-Equity auf die neue URL übertragen. Vermeiden Sie dabei sogenannte „Soft 404s", bei denen alte URLs lediglich auf die Startseite umgeleitet werden – das führt zu schlechter Nutzererfahrung und wird von Google negativ bewertet. Mit einer gut geplanten Sitemap schaffen Sie eine solide Basis für Ihre Inhalte.

Aktualisieren und verbessern Sie Ihre Inhalte

Überprüfen Sie jede URL auf ihre Performance in Bezug auf Traffic, Engagement und Conversions. Entfernen oder kombinieren Sie Seiten mit geringem Mehrwert, um die Gesamtqualität Ihrer Website zu steigern. Exportieren Sie bewährte Title Tags und Meta Descriptions und übertragen Sie diese auf die neue Website, bevor Sie weitere Optimierungen vornehmen.

Passen Sie Ihre Inhalte an regionale Keywords und standortspezifische Informationen an. Ein Beispiel: Eine Pension erzielte durch die Aktualisierung von „Sehenswürdigkeiten Leipzig" zu „Ausflugstipps Leipzig für Gäste" eine höhere Klickrate. Achten Sie auch darauf, dass Inhalte den deutschen Standards entsprechen, wie Währungen in Euro (€), Datumsangaben im Format TT.MM.JJJJ und Zahlen mit Punkt als Tausendertrennzeichen und Komma als Dezimaltrennzeichen. Aktualisierte Inhalte verbessern nicht nur das Nutzererlebnis, sondern stärken auch Ihre Wettbewerbsfähigkeit auf regionaler Ebene.

Setzen Sie deutliche Calls-to-Action

Platzieren Sie Calls-to-Action (CTAs) gezielt auf Ihren meistbesuchten Seiten und bei den Inhalten, die während der Analyse besonders gut abgeschnitten haben. Verknüpfen Sie diese CTAs mit Ihren vorher definierten KPIs, wie z. B. direkte Buchungen oder Anfragen über Kontaktformulare. Nutzen Sie klare, handlungsorientierte Formulierungen wie „Jetzt unverbindlich anfragen" oder „Kostenloses Angebot sichern", um den nächsten Schritt für den Nutzer eindeutig zu machen.

Stellen Sie sicher, dass CTAs und Kontaktformulare auch auf mobilen Geräten problemlos funktionieren. Führen Sie abschließend umfassende Tests in Ihrer Staging-Umgebung durch, um eine reibungslose Funktionalität sicherzustellen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Website nicht nur optisch überzeugt, sondern auch Ihre Conversion-Ziele unterstützt.

Technisches Setup und SEO-Migration durchführen

Nach der Planung Ihrer Inhalte und Seitenstruktur folgt die technische Umsetzung – ein entscheidender Schritt, um den Erfolg des Relaunchs sicherzustellen. Fehler in dieser Phase können dazu führen, dass Rankings und Traffic verloren gehen. Arbeiten Sie daher in einer passwortgeschützten Staging-Umgebung und versehen Sie diese mit noindex-Tags, um eine vorzeitige Indexierung durch Suchmaschinen zu vermeiden. Vor dem Start sollten Sie alle bestehenden Meta-Tags (Titles, Descriptions) sowie aktuelle Rankings exportieren und sichern.

Um Staging- und Live-Umgebungen synchron zu halten, empfiehlt sich ein Content-Freeze etwa 7 bis 14 Tage vor dem Go-Live. Während dieser Phase sollten interaktive Elemente wie Kontaktformulare, Buchungssysteme und Suchfunktionen gründlich getestet werden. Richten Sie außerdem GA4 und den Google Tag Manager in der neuen Umgebung ein, damit Sie ab dem ersten Tag Daten erfassen können. Diese Maßnahmen unterstützen langfristige Ziele wie eine bessere lokale Sichtbarkeit und eine nutzerfreundlichere Website.

CMS einrichten und On-Page-Elemente optimieren

Installieren Sie das neue CMS auf einem zuverlässigen Server und übertragen Sie die gesicherten Meta-Tags in die neue Struktur. Optimieren Sie Überschriften (H1, H2, H3) und Bildbeschreibungen, um sie suchmaschinenfreundlicher zu gestalten. Verwenden Sie Schema.org-Markup wie LocalBusiness, MedicalOrganization oder LegalService, um die Struktur der Website für Suchmaschinen klarer zu machen und die lokale Sichtbarkeit zu stärken.

Ab Juli 2024 indexiert Google Websites ausschließlich basierend auf ihrer mobilen Version. Stellen Sie sicher, dass die Inhalte der mobilen und Desktop-Version identisch sind. Planen Sie außerdem die rechtliche Barrierefreiheit ein: Ab Juni 2025 müssen elektronische Dienste wie Shops oder Buchungssysteme gemäß BFSG barrierefrei sein (WCAG 2.1 Level AA). Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 100.000 €.

Nachdem das CMS eingerichtet und die On-Page-Elemente optimiert wurden, ist es Zeit, die 301-Weiterleitungen zu konfigurieren.

301-Weiterleitungen konfigurieren

Erstellen Sie eine Redirect-Map, die jede alte URL einer neuen zuordnet. Exportieren Sie dazu die wichtigsten Seiten aus GA4 (nach Traffic) und der Google Search Console (nach Backlinks), um alle relevanten SEO-Assets zu berücksichtigen. Verwenden Sie ausschließlich 301-Weiterleitungen, da diese permanent sind und Suchmaschinen signalisieren, dass die Ranking-Power übertragen werden soll. Auf Apache-Servern können Sie diese in der .htaccess-Datei mit folgendem Befehl einrichten:
Redirect 301 /alte-seite /neue-seite.

Vor dem Go-Live sollten alle Weiterleitungen auf mögliche Redirect-Ketten oder Endlosschleifen getestet werden. Nutzen Sie Tools wie Screaming Frog, um die Konfiguration nach dem Cutover zu überprüfen. Aktualisieren Sie interne Links, damit diese direkt auf die neuen URLs verweisen, anstatt über Weiterleitungen zu laufen. Überwachen Sie in den ersten 48 Stunden nach dem Go-Live täglich und in den darauffolgenden Wochen wöchentlich den „Seiten“-Bericht in der Google Search Console, um neue 404-Fehler schnell zu beheben.

Mit korrekt eingerichteten Weiterleitungen können Sie sich nun der Verbesserung der lokalen SEO widmen.

Lokale Suchsichtbarkeit verbessern

Lokale SEO sollte bereits während der Relaunch-Planung berücksichtigt werden und nicht erst kurz vor dem Go-Live. Synchronisieren Sie Ihr Google Business Profil (GBP) mit der neuen Website und achten Sie darauf, dass NAP-Daten (Name, Adresse, Telefon) auf allen Plattformen übereinstimmen. Verlinken Sie lokale Landing-Pages und regionale Inhalte gut sichtbar in der Hauptnavigation, um sowohl Nutzern als auch Suchmaschinen den Zugang zu erleichtern. Dies trägt zur Steigerung der regionalen Sichtbarkeit bei.

Planen Sie den Cutover idealerweise für einen Dienstag- oder Mittwochmorgen, damit technischer Support bei Problemen sofort verfügbar ist. Nach der Aktivierung der 301-Weiterleitungen sollten Sie die neue XML-Sitemap in der Google Search Console einreichen, um die Indexierung der neuen Struktur zu beschleunigen. Erstellen Sie zudem eine benutzerfreundliche 404-Fehlerseite mit einer Suchfunktion und Links zur Startseite, um Besucher zu halten, die trotz Weiterleitungen auf nicht existierende URLs stoßen.

Testen, Launch durchführen und Performance überwachen

Die letzten Tage vor dem Go-Live sind entscheidend für den Erfolg eines Website-Relaunchs. Bevor Sie den Wechsel durchführen, sollten Sie ein vollständiges Backup der alten und neuen Umgebung erstellen. Stellen Sie außerdem sicher, dass alle noindex-Tags entfernt, die robots.txt für das Crawling freigegeben und die XML-Sitemap korrekt generiert wurde. Mit diesen Vorbereitungen können Sie umfassende Pre-Launch-Tests starten, um technische und funktionale Fehler zu vermeiden.

Pre-Launch-Tests vollständig durchführen

Führen Sie Tests in den gängigen Browsern wie Chrome, Firefox, Safari und Edge durch – sowohl auf Desktop als auch mobil. Überprüfen Sie dabei alle Kontaktformulare, Suchfunktionen und den Checkout-Prozess, um sicherzustellen, dass keine potenziellen Leads oder Verkäufe verloren gehen. Nutzen Sie Tools wie PageSpeed Insights oder Lighthouse, um die Core Web Vitals zu analysieren – der Largest Contentful Paint (LCP) sollte unter 2,5 Sekunden liegen.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Testen Sie, ob alle alten URLs per 301-Weiterleitung korrekt auf die neuen Seiten umgeleitet werden. Tools wie Screaming Frog helfen dabei, mögliche Fehler in den Weiterleitungen zu identifizieren. Kontrollieren Sie zudem, ob GA4 und der Google Tag Manager in Echtzeit alle Conversion-Ziele erfassen. Ein gründlich durchgeführter Pre-Launch-Test ist der Schlüssel zu einem reibungslosen Go-Live.

Mit der neuen Website live gehen

Planen Sie den Launch Ihrer neuen Website für einen Dienstag- oder Mittwochmorgen. So kann Ihr technisches Team bei auftretenden Problemen schnell reagieren. Aktivieren Sie die 301-Weiterleitungen, ändern Sie die DNS-Einstellungen und reichen Sie die neue XML-Sitemap umgehend bei der Google Search Console und den Bing Webmaster Tools ein. Überprüfen Sie mit der Suchanfrage site:ihredomain.de, ob Google die neuen Seiten indexiert und die alten URLs korrekt weiterleitet.

In den ersten 48 Stunden nach dem Launch sollten Sie täglich den „Seiten“-Bericht in der Google Search Console prüfen, um mögliche 404-Fehler frühzeitig zu beheben. Nach dem erfolgreichen Go-Live ist eine kontinuierliche Überwachung der Performance unerlässlich.

Ergebnisse nach dem Launch verfolgen

Die ersten vier Wochen nach dem Launch sind entscheidend, um die SEO-Stabilität der neuen Website zu gewährleisten. Beobachten Sie die Keyword-Rankings auf Schwankungen. Ein leichter Rückgang ist normal, aber ein langfristiger Abwärtstrend könnte auf strukturelle Probleme hindeuten. Vergleichen Sie wichtige Kennzahlen wie Lead-Volumen, Conversion-Raten und Ziel-Abschlüsse mit den Daten vor dem Relaunch.

Tools wie Heatmaps und Session-Recordings (z. B. Microsoft Clarity oder Hotjar) helfen Ihnen, das Nutzerverhalten zu analysieren. Sie zeigen, wo Nutzer klicken, wie weit sie scrollen und wo sie möglicherweise auf Hindernisse stoßen. Aktualisieren Sie zudem alle Ziel-URLs in Google Ads und Social-Media-Kampagnen, um Verluste durch Weiterleitungen oder 404-Seiten zu vermeiden.

Monitoring-Kategorie Wichtige Metriken Empfohlene Tools
Technische Gesundheit 404-Fehler, Indexierungsstatus, SSL-Gültigkeit Google Search Console, Screaming Frog
SEO-Sichtbarkeit Keyword-Rankings, organischer Traffic, CTR Google Search Console, SEMRush, Ahrefs, Seobility
Nutzererfahrung Absprungrate, Verweildauer, Heatmaps Google Analytics 4, Hotjar, Microsoft Clarity
Geschäftserfolg Conversion-Rate, qualifizierte Leads, Umsatz Google Analytics 4, CRM (z. B. HubSpot oder Salesforce)

Fazit: Einen erfolgreichen Website-Relaunch umsetzen

Ein Website-Relaunch ist kein kurzer Sprint, sondern ein durchdachtes Projekt, das mit einer gründlichen Analyse startet und auch nach dem Go-Live kontinuierliche Aufmerksamkeit verlangt. Wie bereits erläutert, sind eine sorgfältige Planung, präzise technische Umsetzung und stetige Pflege entscheidend für den Erfolg. 301-Weiterleitungen spielen dabei eine wichtige Rolle, um Ihre SEO-Rankings zu sichern und Trafficverluste zu vermeiden.

Vergleichen Sie Ihre Performance-Daten stets mit dem gleichen Monat des Vorjahres, um saisonale Schwankungen besser einordnen zu können. Für mittelständische Unternehmen dauert die professionelle Umsetzung eines Relaunches in der Regel zwischen zwei und sechs Monaten.

Ohne regelmäßige Wartung kann die Effektivität Ihrer Website bereits nach 12 bis 18 Monaten deutlich nachlassen. Daher sollten monatliche Basis-Checks und vierteljährliche umfassende Audits fest in Ihrem Plan verankert sein. Aktualisieren Sie Ihre Inhalte mindestens viermal pro Jahr, um für Suchmaschinen relevant zu bleiben.

Igel:marketing bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen umfassende Unterstützung bei Website-Relaunches – von der strategischen Planung über die technische Umsetzung bis hin zur fortlaufenden Optimierung. Mit individuell abgestimmten Lösungen in den Bereichen Webdesign, SEO und regionales Marketing sorgt das Team dafür, dass Ihr Relaunch nicht nur technisch reibungslos verläuft, sondern auch Ihre geschäftlichen Ziele unterstützt.

Wenn Sie diese Empfehlungen konsequent umsetzen und regelmäßige Audits einplanen, legen Sie den Grundstein für langfristigen digitalen Erfolg.

FAQs

Wie plane ich die URL-Migration ohne Ranking-Verlust?

Eine erfolgreiche URL-Migration ohne Einbußen bei den Rankings verlangt eine gut durchdachte Vorgehensweise. Der erste Schritt besteht darin, alle bestehenden URLs und deren aktuelle Rankings systematisch zu erfassen. Anschließend sollte ein präzises Redirect-Mapping erstellt werden, beispielsweise mithilfe von 301-Weiterleitungen, um sicherzustellen, dass Nutzer und Suchmaschinen korrekt weitergeleitet werden.

Bevor die Änderungen live gehen, ist es wichtig, die Redirects gründlich zu testen, um mögliche Fehler zu vermeiden. Nach dem Relaunch sollten sowohl Rankings als auch der Traffic regelmäßig überwacht werden, um frühzeitig auf etwaige Probleme reagieren zu können.

Welche Checks sind vor dem Go-Live absolut Pflicht?

Bevor eine Website live geschaltet wird, gibt es einige unverzichtbare Schritte, die unbedingt beachtet werden sollten, um einen reibungslosen Start zu garantieren. Hier sind die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Technische Grundlagen prüfen: Stellen Sie sicher, dass Domain, Hosting und SSL-Zertifikat einwandfrei funktionieren. Ohne diese Basis kann Ihre Website weder sicher noch zuverlässig betrieben werden.
  • Inhalte kontrollieren: Überprüfen Sie alle Texte auf Rechtschreibung, Grammatik und die Einhaltung der Markenkommunikation. Fehlerfreie und konsistente Inhalte hinterlassen einen professionellen Eindruck.
  • SEO-Optimierung sicherstellen: Achten Sie darauf, dass Meta-Tags korrekt gesetzt sind, die Ladezeiten optimiert wurden und die Seite auf mobilen Geräten problemlos funktioniert. Diese Faktoren sind entscheidend für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
  • Funktionstests durchführen: Testen Sie die Website auf verschiedenen Geräten und Browsern, um sicherzustellen, dass alle Funktionen wie erwartet arbeiten. Nichts ist frustrierender für Nutzer als technische Probleme direkt nach dem Launch.
  • Datenschutz und rechtliche Vorgaben prüfen: Kontrollieren Sie, ob alle Datenschutzrichtlinien eingehalten werden und die rechtlichen Anforderungen, wie Impressum und Datenschutzerklärung, korrekt umgesetzt sind.
  • Weiterleitungen und Content-Freeze einplanen: Richten Sie notwendige Redirects ein, um alte URLs auf die neuen Seiten weiterzuleiten. Ein Content-Freeze kurz vor dem Go-Live verhindert, dass Änderungen während der finalen Phase zu Problemen führen.

Ein strukturierter Ablauf und gründliche Prüfungen sind der Schlüssel, um den Start Ihrer Website erfolgreich zu gestalten.

Was muss ich bis Juni 2025 zur Barrierefreiheit umsetzen?

Bis spätestens Juni 2025 müssen Unternehmen ihre Websites barrierefrei gestalten, um den Vorgaben des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) zu entsprechen. Ein zentraler Bestandteil dabei ist die Einhaltung der WCAG 2.1-Richtlinien (Web Content Accessibility Guidelines).

Was bedeutet das konkret? Sie müssen sicherstellen, dass Inhalte für alle Nutzer zugänglich sind, unabhängig von möglichen Einschränkungen. Dazu gehört beispielsweise:

  • Alt-Texte für Bilder: Beschreibungen, die es sehbehinderten Menschen ermöglichen, Inhalte mithilfe von Screenreadern zu verstehen.
  • Technische Anpassungen: Dazu zählen optimierte Navigation, kontrastreiche Farben und skalierbare Schriftgrößen.
  • Inhaltliche Maßnahmen: Klare und verständliche Sprache sowie die Vermeidung von Barrieren wie komplexen Formularen.

Diese Änderungen sind nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern verbessern auch die Nutzererfahrung insgesamt. Wer frühzeitig handelt, zeigt nicht nur Verantwortungsbewusstsein, sondern sichert sich auch einen Wettbewerbsvorteil, da barrierefreie Websites für ein breiteres Publikum zugänglich sind.

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